Öffentliche Sitzung des Gemeinderats

Am Dienstag, 19. November 2013, findet um 18:30 Uhr im Rathaus eine öffentliche Sitzung des Gemeinderats statt.
Die Einwohnerschaft ist herzlich eingeladen.

Tagesordnung:

1. Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse
2. Waldhaushalt für den Gemeindewald Hohenstein
2.1 Abschluss zum Forstwirtschaftsjahr 2012
2.2 Zwischenbericht zum Forstwirtschaftsjahr 2013
2.3 Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 2014
2.4 Brennholzpreise im Winter 2013/2014
3.Bausachen
Neubau eines Carports auf dem Grundstück In Hanfgärten 13
in Eglingen
4. Verschiedenes
5. Bekanntgaben/Anfragen

Hohenstein, 15. November 2013

Jochen Zeller
Bürgermeister


Bericht aus der Sitzung des Gemeinderats vom 19. November 2013

TOP 1: Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse
Bürgermeister Jochen Zeller gab aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt, dass ein Bauplatz im Baugebiet „Hofweg“ in Ödenwaldstetten veräußert werden konnte.

TOP 2: Waldhaushalt für den Gemeindewald Hohenstein
Zum Bericht über den Waldhaushalt und den Waldwirtschaftsplan begrüßte Bürgermeister Jochen Zeller die beiden für den Hohensteiner Gemeindewald verantwortlichen Mitarbeiter des Forstamts Kreisforstamtbezirksleiter Alfred Krebs und Revierförster Stefan Hägele.

2.1 Vollzug des Forstwirtschaftsjahres 2012
Das Jahr 2012 war für die Wälder und die Forstwirtschaft durch eine günstige Witterung gekennzeichnet. Der Anfang des Jahres brachte zunächst eine kalte Periode mit Frost und Schnee, die jedoch bereits mit Beginn des Frühjahres in wärmeres Wetter ohne große Trockenperioden überging. Es folgte auf einen späten Sommer ein launenhafter Herbst mit Wärmerekorde im Oktober gefolgt von ungewöhnlich frühen Schneefällen. Nach Winterwetter in der ersten Dezemberhälfte brach an Heiligabend fast der Frühling aus.

Diese Witterung ermöglichte einen weitgehend geordneten Holzeinschlagsfortschritt und gestattete den planmäßigen Vollzug der Pflanz- und Pflegearbeiten. Erst gegen Ende des Jahres wurde der Holzeinschlag aufgrund von Schneefällen eingeschränkt, wodurch die letzten 400 geplanten Festmeter nicht mehr eingeschlagen werden konnten.

Die Waldschutzsituation profitierte ebenfalls von der ausgeglichenen Witterung ohne längere Trockenperioden. So betrug der Anfall von Sturm- und Borkenkäferholz insgesamt nur 6 % des Einschlages. Der Anteil des Holzes, dessen Einschlag durch Pilzbefall (Rotfäule, Hallimasch) verursacht wurde lag auf einem durchschnittlichen Niveau. Diesbezügliche Probleme resultieren hauptsächlich aus den kalkreichen Böden der Schwäbischen Alb. Bemerkenswert sind auch noch Spätfrostschäden im Mai und das grassierende Eschentriebsterben, dessen gesamte Auswirkungen immer noch nicht absehbar sind.

Der Holzmarkt hat sich durch das Ausbleiben größerer Kalamitäten und Stürme auf einem erfreulich hohen Niveau halten können. Die Nadelholzsortimente waren bei guter Mengennachfrage am Markt zu i.d.R. guten Preisen absetzbar, wohingegen die qualitativ schlechteren Laubholzsortimente mengenmäßig unter Druck gerieten. Dieses wird aber weitgehend durch die Brennholznachfrage aufgefangen.

Betriebswirtschaftlich konnte das Forstwirtschaftsjahr (FWJ) 2012, trotz des leicht unterplanmäßigen Einschlages, mit einem Gewinn in Höhe von ca. 170.000 € abgeschlossen werden.

2.2 Zwischenbericht zum Forstwirtschaftsjahr 2013
Anfang des Jahres 2013 war durch Schnee und Frost der Holzeinschlag zunächst gebremst, konnte dann allerdings im Frühjahr wieder aufholen. Das extrem diesige Frühjahr mit hohen Niederschlägen im Mai (Hochwasser in weiten Teilen Süddeutschlands) erlaubte den Vollzug der Pflanzmaßnahmen ohne größere Ausfälle in den gepflanzten Kulturen befürchten zu müssen. Die Sommermonate Juli und August brachten Abschnitte mit hohen Temperaturen, woraufhin die Borkenkäfergefahr dann auch sprunghaft anstieg. Der September mit seinen kälteren Nächten kam gerade noch rechtzeitig um die Gradation abzufangen. Allerdings besteht nunmehr, aufgrund einer hohen Anzahl an überwinternden Borkenkäfer, für das nächste Frühjahr eine explosive Ausgangssituation.

Der Holzmarkt zeigt sich, insbesondere beim Nadelholz, auf hohem Niveau stabil mit leicht steigender Tendenz. Gleiches gilt auch im Brennholzbereich, nur der Buchenstammholzmarkt ist weiterhin unter Druck.

Sollte der geplante Einschlag witterungsbedingt noch vollzogen werden können (der Einschlagstand liegt derzeit bei 90 %), dann wird das Betriebsergebnis über der Planung liegen.

2.3 Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 2014
Die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen sich in einem eher positiven Licht. So sind die Baugenehmigungen und das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren kontinuierlich steigend. Auch ist der Ölpreis auf einem hohen Niveau, was wiederum die Brennholznachfrage ankurbelt. Risiken wie die Eurokrise, Witterung und zufällige Nutzungen sind allerdings ebenfalls vorhanden und nur schwer einschätzbar. Sie machen bei Eintritt kurzfristige Reaktionen erforderlich.

Aus diesen Gründen liegt die Einschlagsplanung 2014 auf Höhe des Forsteinrichtungshiebssatzes. Bemerkenswert ist die geringe Menge an geplantem Buchenstammholz. Da dieses Marktsegment unter preislichem Druck steht, sollen hier qualitativ hochwertige Stammhölzer derzeit nur bedingt eingeschlagen werden.

Im Bereich der Kulturen sind Anpflanzungen auf ca. 3,5 ha geplant. Hauptsächlich kommen hier Fichten zum Einsatz. Neu ist die Pflanzung von Tannen. Da die Tanne wohl eine weitere ökologische Amplitude hat als bisher gedacht, soll diese auch bei uns versuchsweise angebaut werden. Erhofft wird hiervon ein weiteres Mosaiksteinchen gegen die Klimaerwärmung.

Eventuell wird im Frühjahr 2014 ein Sondereinschlag von Eschenstammholz nötig werden, da das Eschentriebsterben nunmehr auch alte Bäume erfasst hat und noch nicht beurteilt werden kann, wie sich der Krankheitsverlauf weiterentwickeln wird.

Im Bereich des Vermögenshaushaltes ist die Anschaffung eines hydraulischen Fällkeiles geplant. Dieser erlaubt es Bäume ergonomisch besser und für die Waldarbeiter sicherer zu fällen.

Hoffend, dass sich das FWJ 2014 ohne größere natürliche und wirtschaftliche Störungen vollziehen lassen kann, wird das Betriebsergebnis 2014 mit einem Gewinn in Höhe von ca. 128.000 € geplant.

2.4 Brennholzpreise im Winter 2013/2014
Das Kreisforstamt hat für die kommende Holzeinschlagssaison 2013/2014 die Preise für den Verkauf von Brennholz aus dem Staatswald festgelegt. Aufgrund der momentanen Situation am Rundholzmarkt wurden die Preise für die kommende Saison angehoben. Das Forstamt verlangt nunmehr für Brennholz lang 62,00 € je Fm (VJ 60,00 €/Fm) für Mengen bis 50 Fm und 58,00 € (zzgl. MwSt.) für Mengen ab 50 Fm (gewerbliche Händler VJ 57,00 €/Fm). Für Schichtholz liegt der Preis bei 80,00 € je Rm (VJ 77,00 €/Rm). Die Preise sind für den Staatswald verbindlich. Den kommunalen und privaten Forstbetrieben werden sie bekannt gegeben und empfohlen.

Bei der Gemeinde wurden seit der Holzeinschlagssaison 2011/2012 die Preise nicht angehoben. Das Brennholz lang lag bei 52,00 €/Fm und das Schichtholz lag bei 77,00 €/Rm.

Nachdem das Forstamt die Preise für Brennholz angehoben hat schlägt die Verwaltung vor die Preise ebenfalls moderat anzuheben.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung und legte die Preise für die Holzschlagsaison 2013/2014 bei 56,00 €/Fm für Polterholz und 80,00 €/Rm für Schichtholz fest.

Die folgenden Verkaufsbedienungen gelten weiter:
Das Brennholz wird nur an Einheimische verkauft. Die Gemeinde nimmt Anfragen bis 20 Fm entgegen. Das Brennholz wird nur bei rechtzeitiger Bestellung verkauft. Gewerbliche Händler und Auswärtige werden an das Forstamt verwiesen. Es gelten dann die Preise des Forstamtes. Brennholz wird abgegeben solange vorrätig.

TOP 3: Bausache
Der Gemeinderat hat sein Einvernehmen zum Neubau eines Carports in Eglingen erteilt.

TOP 4: Verschiedenes
Bürgermeister Jochen Zeller hatte unter diesem Tagesordnungspunkt nichts vorzubringen.

TOP 5: Bekanntgaben/ Anfragen
Bürgermeister Jochen Zeller hatte unter diesem Tagesordnungspunkt nichts vorzubringen.